2012-09 Bielefeld

Seit 2006 haben wir bereits 7-mal in Folge die Playstage für jeweils eine Woche in einem Stadtteil von Bielefeld (Stieghorst) durchgeführt.

Ganz Zentral auf dem Marktplatz von Stieghorst waren wir mittendrin dort, wo die Menschen sind. Unsere Erfahrungen sind durchweg sehr positiv mit dieser tollen Möglichkeit mit Kindern, Jugendlichen und auch deren Eltern ins Gespräch zu kommen. Dabei verbringt man vor allem viel Zeit miteinander und es entstehen so Beziehungen, die auch immer wieder zu guten tiefgehenden Gesprächen führen. 

Über den Sport (Turnieren in Fußball, Streetbal, Kletterwand, Kistenstapeln…) und auch durch Bastelangebote oder anderen Aktionen kommt man schnell in Kontakt mit Menschen, die es sehr schätzen, wenn sie Liebe und Annahme erfahren.

Playstage ist wirklich ein gutes Angebot, um auf ganz natürliche Weise miteinander in Kontakt zu kommen. So kommt man „automatisch“ darüber ins Gespräch, was uns wichtig ist.

Wir haben auch immer versucht, die Brücke zur Gemeinde zu schlagen. So wurde zB. der gemeinsame Abschluss der Playstage mit der ganzen Gemeinde am Sonntagmorgen auf den Marktplatz verlegt und so lernten unsere Gäste mal einen etwas anderen Gottesdienst kennen. 

Einige Besucher haben durch unsere Playstage-Aktionen Jesus kennen gelernt und sind zur Gemeinde dazu gekommen.

Einige Male haben wir die Playstage auch direkt auf dem Gelände der Gemeinde aufgebaut. Auf diese Weise lernten die Kinder und Jugendliche unser Gemeindezentrum kennen, das sonst etwas versteckt liegt.

Durch die Playstage wollen wir unserer Stadt zeigen, dass wir offen sind für die Menschen, die in unserer Stadt leben und wir wollen sie kennen lernen und mit ihnen ins Gespräch kommen über das, was uns jeweils wichtig ist.

Wir haben den Eindruck, dass Playstage eher ein Prozess ist, als nur eine einmalige Aktion. Es ist dabei wichtig, als ganze Gemeinde offen zu sein für neue Leute und diese Aktion nicht einigen Wenigen Aktiven zu überlassen. Die ganze Gemeinde ist gefordert, wenn die Playstage durchgeführt wird. Das ist auch das gute an dieser Möglichkeit: Es gibt so viele Bereiche der Mitarbeit, so dass jeder eine Aufgabe im Team findet: Auf- und Abbau der Geräte; Betreuung der Spielgeräte, Leitung der Turniere, Bühnenprogramm, Kuchen backen, Workshop leiten, Kochen für die Mitarbeiter, mit Eltern reden, während die Kinder ihren Spaß haben, usw…

Auch im letzten Jahr haben wir in die Playstage-Woche einen Familientag integriert, wo noch mehr Aktionen als während der Woche stattfanden (z.B. eine Hüpfburg) Dadurch kamen auch noch mehr ganze Familien zur Playstage.

Helmut Matis